21.05.2021

Nad­ja Neu­haus, Klas­sen­leh­re­rin 8. Klasse

Ein­drücke, Moment­auf­nah­men, Tex­te und Pla­ka­te von Schü­le­rin­nen und Schü­lern aus der ach­ten Klas­se von der Erst­auf­füh­rung im Januar.

Unse­re Thea­ter Regisseurin:

Frau Heer ist eine gute Thea­ter Regis­seu­rin, jedoch nach mei­nem Emp­fin­den gab sie zu vie­le Ein­wän­de. Dadurch konn­te sie Klas­se nicht ganz frei Thea­ter üben. Jeden Mor­gen bevor wir mit dem Schau­spie­len anfin­gen, mach­te Frau Heer Sprach­übun­gen mit uns. So lern­ten wir alle das Theater.

Den Text aus­wen­dig lernen:

Anfangs, als wir den Auf­trag beka­men, den Text aus­wen­dig zu ler­nen, ergriff mich die Freu­de sehr lan­ge Zeit nicht. Mei­stens lern­te ich den Text wäh­rend des Unter­richts. Am Anfang war es auch sehr schwie­rig sich in die Rol­le hin­ein­zu­be­ge­ben, doch das änder­te sich gegen Ende der Pro­jekt Woche.

Je län­ger man in der Thea­ter­wo­che übte, desto bes­ser konn­te ich den Text aus­wen­dig spre­chen. Mir viel auf, wenn man sich voll­stän­dig in die ande­re Rol­le begibt, fällt einem das Text­spre­chen viel ein­fa­cher. Als wir der Auf­füh­rung näher kamen, lern­ten alle den Text so, dass wir bereit waren das Thea­ter aufzuführen.

Ich spiel­te Madame Audel. Sie ist unge­fähr sech­zig und hat zwei Beste Freun­din­nen Madame Arnauld und Madame Drou. Sie alle haben eines gemein­sam, sie sind sehr neu­gie­rig und wis­sen über alles und jeden im Dorf immer den neu­sten Klatsch und Tratsch. Sie legen alle drei sehr gros­sen Wert auf ihre Klei­dung und ihr gesam­tes Erschei­nungs­bild, genau­so wie es ihnen wich­tig ist, dass man sie mit Respekt behan­delt. Sie sind hin und her geris­sen zwi­schen der Fasten­zeit und dem Ver­lan­gen nach Scho­ko­la­de, dem sie schliess­lich auch nach­ge­ben. Sie ver­su­chen vor allen im Dorf immer ihre beste Sei­te zu prä­sen­tie­ren, wes­halb sie des Öfte­ren zu klei­nen Lügen grei­fen müs­sen. Madame Audel hat auch Gefüh­le für Mon­sieur Blerot, die­ser befin­det sich aller­dings gera­de in Trau­er um Char­ly, sei­ne Hund, der vier Wochen zuvor ver­stor­ben war. Blerot ver­spürt auch eine Anzie­hung gegen­über Madame Audel und schenkt ihr eine Packung Scho­ko­la­dent­rüf­fel, zu denen Vian­ne, die Frau der die Cho­co­la­te­rie gehört, ihn über­re­det hat. Audel und Blerot besu­chen schliess­lich zusam­men ein Fest und so nimmt die Lie­be ihren Lauf.

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In der Thea­ter­wo­che übten wir noch mal inten­si­ver von 8 Uhr bis 17 Uhr an unse­rem 8. Klass-Spiel. Wir hat­ten von Mon­tag bis Don­ners­tag Zeit und am Frei­tag führ­ten wir es den Schü­lern vor. Unser Thea­ter heisst Cho­co­lat. Wir hat­ten noch zwei ande­re Thea­ter­stücke zur Aus­wahl, aber wir waren uns alle einig, dass wir Cho­co­lat neh­men .Ich spie­le eine 30 jäh­ri­ge Frau, die José­phi­ne Mus­cat heisst. Anfangs ist sie sehr durch­ein­an­der und ver­stört. Sie ist auch Klep­to­ma­nin. Sie hat einen aggres­si­ven Mann, der sie auch schlägt. Irgend­wann läuft sie ihrem Mann davon. Sie freun­det sich mit Vian­ne Rocher an und zieht bei ihr ein. José­phi­ne wird immer selbst­be­wuss­ter und ver­än­dert sich stark. Für die­se Rol­le hat­te ich ein grau­es Kleid mir rosa Knöpf­chen aus­ge­wählt. Anfangs vom Stück hat­te ich noch eine schwar­ze Strick­jacke über die rosa Knöp­fe ange­zo­gen. Das Kleid hat mir mei­ne Mut­ter gelie­hen. Ich trug schwar­ze Leder­schu­he, die mir ein biss­chen zu gross waren.

Das The­ma in unse­rem 8. Klass-Thea­ter han­del­te von einer jun­gen Frau, die etwas Sinn­lich­keit in eine lang­wei­li­ge, christ­li­che und streng gestrick­te Stadt hin­ein­brin­gen woll­te. Wie man es erwar­ten wür­de, lie­fen ein paar Din­ge nicht wie geplant. Ich hat­te zwei Rol­len in unse­rem 8. Klass-Thea­ter, in die Rol­le des Roux einen char­man­ten, läs­si­gen Zigeu­ner, konn­te ich mich sehr gut hin­ein ver­set­zen. Die Rol­le hat­te etwas Ähn­lich­keit an mei­nem männ­li­chen ich. Spie­len in einer Rol­le, die man nicht ist, fand ich sehr span­nend, inter­es­sant, aber auch lustig und schwie­rig. Frau Heer nerv­te uns, wie wir es schon erwar­te­ten mit allen mög­li­chen Spie­len und Sprach­übun­gen. Das blö­de war nur, sie brach­ten auch noch was. Ins­ge­samt fand ich es eine lehr­rei­che und tol­le Thea­ter Woche.

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