Bazar im Advent 2015

E i n e   R e m i n i s z e n z

Die warmen, orangefarbenen Hinweise auf den Anzeigetafeln am Ortsrand von Schaan wirken anziehend auf meine Sinne und ziehen mich magisch zum SAL; dort schreite ich wie als König Kunde über den roten Teppich und wachse entlang der Efeu-Girlanden in den Saal.

Im Stimmengewirr des Schaaner Souks dominiert die schwyzerdütsche Ausdrucksweise des Wortes Bazar mit der Betonung auf der ersten Silbe. Falls man vom im Deutschen üblichen Klang des Wortes mit der langen Betonung der zweiten Silbe inspiriert durch die Welt wandelt, wird man hier vom hohen Kamel träumerischer 1000und-einer-Nacht-Assoziiationen auf den harten Boden der Realität herunter geholt.

Doch da: Ein blondgelockter, grüngewandeter Engel, der mir gerade bis zum Knie reicht, vielleicht 3 bis 4jährig, kommt geflogen, lässt sich kurz nieder vor mein‘ Fuß; das Mädchen antwortet nicht auf Fragen, gibt keinen Namen preis, bleibt schelmisch stumm: Anima als grüne Fee. Hand in Hand gehen wir miteinander zum Info-Stand ab, die suchende Mami kommt auch schon. Habe ich sie oder hat sie mich nun abgegeben? Wer bin ich, wo bin ich?

Am Wohlfühlstand tauche ich ins Marktgeschehen ein. Hier wird mit wildem Thymian gedealt, handgepflückt von der ligurischen Küste, zum Inhalieren: Mann, das Zeug wird einfahren!

Faszinierend daneben die Ringelreia-Zwerglein-Runden, die jeweils zu siebt um ein Licht tanzen: Sind die nun links- oder rechtsdrehend?

Und das Lehrerzimmer glänzt mit Schülerbekenntnissen, warum die Kinder so gern zur Schule gehen: Das ist wirklich ganz herzig, doch das Gleiche hätte ich im nächsten Jahr gerne von den LehrerInnen! Dies wär mein heuriger Wunsch, liebes Christkind, für die Zukunft.

Meine Runde entschleunigt sich im Restaurant. Weiss geschürzte Erstklässler räumen die Tische so eifrig ab, dass man aufpassen muss, in einem selbstvergessenen Moment nicht auch mitgenommen zu werden.

Nun haben die doch tatsächlich keinen Waldorf-Salat, ja dürfen‘s denn des?

Wir danken allen vor und hinter den Kulissen, dass auch in diesem November der Waldorfbazar eine überaus gelungene Veranstaltung wurde!

Euer Basarteam

 

Bazar im Advent 2014

Erfahrungen, geschildert aus der Perspektive eines Waldorfpapas:

"Und ich ging hin: Es sah auf den ersten Blick ähnlich aus wie sonst auch, doch man muss - alte Kundenweisheit - genau hinschauen und sich den Details widmen, um zu entdecken, dass sich wiederum neue Ideen manifestiert haben: Meine persönlichen Lieblinge waren die Zwerglein aus Bucheckern mit Eichelbecher-Käppi, very special: Originell und wahrhaft putzig!

Für die Liebste kaufte ich handgefertigte Seifen und Badesalze aus Bio-Zutaten, der Duft ihrer ätherischen Öle hatte mich angelockt. Basar-Shopping macht bald hungrig: Dieses Bedürfnis wurde im Restaurant durch eine ordentliche Portion Putenbrust-Saltimbocca mit feinem Salbeiaroma und Polenta erfüllend gestillt.  So nebenbei ereigneten sich einige erstaunlich nette Begegnungen: Es war mir gegönnt, ein paar frühere Freunde und alte Bekannte wieder zu sehen, zum Teil an den Ständen mitarbeitend (das wäre vielleicht auch einmal etwas für mich).  Zwischendurch habe ich sehr gerne an- und innegehalten bei den virtuos musizierenden Schülerinnen und Schülern, manche in Begleitung der aufrechten Aki Funakoshi am Klavier: Inspirierend.  Und zum Schluss – es musste sein, die Keks-Saison ist kurz - mindestens ein nach Omas Rezept hausgebackener, krachkrosser Keks im Knusper-Winkel von Doris und Sandra. Gibt es etwas Besseres, als den Mund voller Krümel zu haben und sich dann von einem Schluck Glühwein alles hinwegnehmen zu lassen?

Den habe ich übrigens draussen auf dem kühleren Lindahof bei Claudia in gut ausgewogener Rezeptur heiss geliebt, samt ihren „eisenfrischen“ Waffeln als perfekte Ergänzung.

Ja, schön war‘s. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!"

Da können wir uns nur anschliessen und danken allen die mitgeholfen haben, dass auch in diesem November der Waldorfbasar eine überaus gelungene Veranstaltung wurde: Schüler.innen, Eltern, Lehrer.innen, Vorstand, Sponsoren,  der Gemeinde Schaan und natürlich dem Team des SAL! Euer Basarteam

 

Bazar im Advent 2013

E i n e   R e m i n i s z e n z
Ihr seid gekommen, habt viel gesehen und gekauft. Eure Kinder haben Kerzen und Lebkuchenherzen verziert, gefischt, sich Haarbändchen machen lassen, in zahlreichen Büchern geschmökert, zwischen den Ständen herumgetollt, gehobelt und gesägt, Runde um Runde Kerzen gezogen, Märchen gelauscht, tolle Bilder gemalt, mit Kasperle gelacht, eine Runde auf dem Pony geritten und sicher viele Kuchenstücke verzehrt. Dafür bedanken wir uns herzlich!
Aber auch wir Erwachsene konnten unseren Waldorf-Basar mit allen Sinnen geniessen … melodisch vorgetragenen Musik-Leckerbissen unserer Kinder lauschen, bezaubernd schimmernde finnische Papierlichtgirlanden bestaunen, ästhetisch perfekte Kranzgebinde mit anmutig grazilen Kerzen bewundern, mörderisch-betörend duftende Badekonfekte, wunderschöne, formvollendete Holzschalen, wirklich gutes Essen, alle-Sorgen-dieser-Welt-hinwegnehmende Likörchen kaufen und dazwischen rufende charmante Stimmen der  2./3.-Klässler an alle, bei denen der Ofen aus ist: „Ofenanzünder, frische Ofenanzünder …“ vernehmen.  Ja, der Basar 2013 war ein schönes Erlebnis und es war eine Freude, dieses miteinander haben zu können!
Herzlichen Dank allen, die bei der Umsetzung mitgemacht haben: 110 Mamas & Papas, 15 Freiwillige (inkl. MusikerInnen), 62 SchülerInnen, 3 Kindergärtnerinnen, 1 Spielgruppenleiterin, 9 LehrerInnen. - Insgesamt 200 SolidaritätsverwirklicherInnen und Real-EnthusiastInnen haben sich aus freiem Willen beteiligt, sich mit Herz und Hand engagiert: Selbstlos, aufrecht, unentgeltlich, tatkräftig, nachhaltig; viele mit Vorbereitungen, die sich über das ganze zuvor liegende Jahr zogen, andere mit tollem Eifer am Höhepunkt aller Anstrengungen. Ihr Lohn? – Sie durften vielen anderen gleichgesinnten netten Menschen begegnen, haben einander vital in Aktion erlebt, haben miteinander geschleppt, geschmückt, geplauscht, gelacht, geschwitzt und einen  kraftvollen Beitrag zum Prosperieren der Schule und unserer Kinder geleistet. - Für uns selbst gibt‘s dafür keinen schöneren Dank, als die Klassengemeinschaften mit ihren Beiträgen bei den  Quartalsfeiern zu erleben und davon ergriffen und berührt zu werden.
Durch all dies wurde dieser Basar wieder ein Riesenerfolg! Danke.
Herzlich danken wir auf diesem Wege der Gemeinde Schaan, insbesondere dem SAL-Team, welches uns immer tatkräftig unterstützt.

Ein weiterer Dank geht natürlich an unsere Sponsoren:
Cafe/Bäckerei Guflina - Triesenberg
Molkerei Sevelen
Carna Grischa AG – Landquart
Kesseli AG – Gams
Geflügelhof Schierscher - Schaan
Gantenbein Andreas - Grabs
Herr & Frau Van Riemsdijk Gerrit & Waltraud - Triesen
Bäckerei Küss - Buchs
Romers Hausbäckerei AG - Benken
Milchzentrale Bad Ragaz AG