06.05.2020

Mech­tild Metz­ler-Schäh­le, Aus dem Fern­un­ter­richt der 3./4. Klasse

Wir bege­ben uns heu­te in die Lüf­te. Der Lebens­raum des Bus­sards und des Adlers ist der Him­mel, die Luft und das Licht.

Köni­ge der Lüf­te, hat Orlan­do die­se Greif­vö­gel genannt.

Wie wun­der­bar muss es sein, dort oben zu krei­sen, sich von der Luft tra­gen zu las­sen. Pro­bie­re es aus, die Hän­de wie Flü­gel zu füh­len und dich von der Luft tra­gen zu las­sen. Wie weit du sehen kannst, die wei­te Welt! Du siehst scharf nach vor­ne, scharf zu den Sei­ten. Sechs­mal so gut wie als Mensch und viel mehr Bil­der in der Sekun­de kannst du wahr­neh­men. Dei­ne Augen sind groß, ja grö­ßer als dein Gehirn.

Dein Feder­kleid wärmt dich (Klein­ge­fie­der) und die Flug­fe­dern der Flü­gel und des Schwan­zes tra­gen dich. Du erfährst die Luft ganz anders als die Men­schen, weil du sel­ber flie­gen kannst und bist dem Licht der Son­ne viel näher.

Dei­ne Kno­chen sind leicht, ja, du atmest nicht nur mit der Lun­ge son­dern in die Luft­säcke bis in die Kno­chen hin­ein. Die­se Luft­säcke machen dich leicht und beim Aus­at­men nimmt dei­ne Lun­ge noch ein­mal Sauer­stoff ins Blut auf. Dein Leib ist stark durchatmet.

Als Bus­sard hast du die Kör­per­tem­pe­ra­tur von 40,5 Grad Cel­si­us, so viel Nah­rung ver­brennst du in dei­nem Kör­per durch das Flie­gen! So heiß hast du, als wenn du Fie­ber hät­test als Mensch!

Die Beu­te, meist Feld­mäu­se, ergreifst du mit den schar­fen Kral­len dei­ner Fän­ge. Etwa fünf Feld­mäu­se am Tag. Das ist ein Sech­stel dei­nes eige­nen Gewichts. Du ver­schlingst dei­ne Nah­rung als Gan­zes. Ein Mus­kel­ma­gen ersetzt das Kauen.

Schmecken und rie­chen kannst du nicht gut. Du hast kei­nen Mund, son­dern einen har­ten Schna­bel. Und einen beweg­li­chen Hals hast du. Dein Kopf wen­det sich mit, wohin du schaust.

Im Ei des Vogels wächst zunächst vor allem der Kopf mit den über­gro­ßen Augen, alles ande­re wirkt unbedeutend.

In der ersten April­hälf­te legt das Bus­sard­weib­chen zwei bis vier Eier. Der Horst befin­det sich im Wald auf einem der höhe­ren Bäu­me. Einen Monat brü­tet vor allem das Weib­chen. Nach dem Schlüp­fen haben die Jun­gen ein nahe­zu wei­ßes Dau­nen­kleid, das aller­dings bald gewech­selt wird. Von der drit­ten Woche an bil­det sich das rich­ti­ge Gefie­der und etwa nach sie­ben Wochen kön­nen die jun­gen Bus­sar­de flie­gen. Im August sind sie selb­stän­dig – nach vier Mona­ten! – und die Fami­lie löst sich auf. So schnell wer­den die Bus­sar­de erwachsen!

Nun darfst du den Mäu­se­bus­sard zeichnen.

Du darfst ihn abpau­sen, die Form ist schwie­rig zu finden.

Du darfst auch das Flug­bild wählen.

Und dann liest und schreibst du den von Hand geschrie­be­nen Text, soviel du schön schrei­ben kannst!

Vie­len Dan­ke für eure Aufmerksamkeit.

Ich wün­sche euch einen schö­nen Tag und freue mich euch bald wie­der­se­hen zu dürfen!